Archiv für die Kategorie 'Mediales'

blogscout.de schließt die Pforten

Montag, 27. August 2007

Heute morgen schon machte mich die Tatsache stutzig, dass man sich nicht mehr neu anmelden kann bei Blogscout, heute nachmittag dann die Trauermeldung: Mein allerliebstes Statistiktool macht dicht. Wie oft habe ich davor gesessen und geschaut, wer sich mein D-Blog hier so durchliest, und was die Leute hier interessiert. Macher Dirk Olbertz rechtfertigt den Schritt hier folgendermaßen:

Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen. Diesem Anspruch kann ich aber nicht ansatzweise gerecht werden. Die breite Masse - oder auch “Longtail” - ist entweder gar nicht bei Blogscout vertreten, oder ist unterrepräsentiert.

Hat er nicht Unrecht, irgendwie waren ja doch immer die gleichen Blogs vorn und alle anderen fielen hinten über. Schade trotzdem, dass ich mir dann wohl jetzt irgendwas neues suchen muss, was Zugriffsüberblicke angeht. GoogleAnalytics wird es jedenfalls nicht sein.

Oben ist unten, und hässlich ist schön

Samstag, 25. August 2007

Am Dienstag hatte ich noch darüber gebloggt, dass der Schrecksenmeister bald kommt, am Mittwoch morgen klingelte es schon an meiner Tür und der Paketbote drückte einer etwas verdutzten Katti ein Paket in die Hand. Darin: Der Schrecksenmeister.

Fakt 1: Das Buch kam 2 Tage vor Veröffentlichung. Dürfen die das?

Fakt 2: Das Buch war tatsächlich 3 Euro billiger als der aktuelle Ladenpreis. Schön.

Fakt 3: Eigentlich habe ich gar keine Zeit zum Lesen und bin doch schon mittlerweile auf Seite 114 (von insgesamt 380). Bahnfahrt sei Dank.

Fakt 4: Bisher ist es weniger spannend als erwartet.

Die Überschrift übrigens ist das Motto der im Buch vorkommenden Ledermäuse, die mit den hiesigen Fledermäusen aber nicht allzu viel zu tun haben. Beschließen werde ich den Artikel hier ebenfalls mit einem Zitat, dieses Mal ein Ausschnitt eines Alchimisten-Zauberspruchs:

Was gewesen und gegangen
Soll jetzt wieder neu anfangen
Was gegangen und gewesen
Soll im Wundersud genesen
Soll im Topfe wiederkehren
Um die Alchimie zu lehren.

(Aus: Walter Moers: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. München (Piper) 2007, S.7. )

Solche Ausschnitte machen mir schon reichlich Vorfreude und lassen schon ein gewisses Kribbeln aufkommen, wenn ich nur an die nächstjährige NordCon denke…

Das neue Moers-chen (mit Update!)

Dienstag, 21. August 2007

Eben wurde ich von Lukas darauf hingewiesen, dass es offenbar nur noch 3 Tage dauert, bis der neue Moers-Roman “Der Schrecksenmeister” veröffentlicht wird. Schon vor einem Jahr hieß es, dass er bald erscheinen soll. Der Termin wurde immer weiter nach hinten geschoben, so weit, dass wir bei der NordCon nicht, wie geplant, den neuen Moers vorstellen konnten.

Glaubt man nun Amazon, ist es am Freitag soweit. Und der volle Titel lautet “Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl. Neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz”. Lustigerweise haben eben jene mir bisher nichts mitgeteilt, obwohl ich schon Anfang des Jahres meine Vorbestellung abschickte. Das einzige, was mir Amazon in meinem Account mitteilt:

Diese Artikel werden in Kürze versandt:
Lieferung voraussichtlich: 2. November 2007 - 5. November 2007

* 1 Exemplar(e) von: Der Schrecksenmeister. Ein Mythenmetz-Roman
Verkauft von: Amazon EU S.a.r.L.

Ich bin mal gespannt, ob am Freitag der Postbote bei mir klingelt. Und wie viel ich dafür latzen muss, denn Anfang des Jahres sollte das Buch noch 19,90 kosten, jetzt kostet es 22,90.

Bis dahin werde ich mich mit der Leseprobe und den vorgelesenen Passagen begnügen, die sich auf dieser formidabel gemachten Seite befinden.

Edit 19:23

unser Logistikzentrum hat den unten stehenden Artikel verschickt!

———————————————————————
Bestellt  Titel                          Preis  Versandt   Zwischen-
summe
———————————————————————
1     Der Schrecksenmeister.  EUR 19,90      1  EUR 19,90

———————————————————————
Zwischensumme ohne Mwst:  EUR 18,60
Porto und Verpackung:  EUR 0,00
Endbetrag inkl. MwSt.:  EUR 19,90
Enthaltene MwSt.:  EUR 1,30

Sieh an, da hat sich das frühe bestellen ja gelohnt… 3 Euro gespart ;-)

Wag the long tail- über Musikplattformen und die Suche nach dem Hype

Freitag, 17. August 2007

Ich weile gerade auf der c/o pop in Köln, einem “urbanen Festival für elektronische Musik, Indie, Pop- und Clubkultur mit anschlossener kleiner Messe und Konferenz. Die Themen sind größtenteils eher Special Interest, also wirklich nur was für die Brancheninternen, die sich Tag für Tag mit nichts anderem beschäftigen.

Heute stand für mich vor allem eines auf dem Programm: “Wag The Long Tail”, eine Vortragsreihe über Medienkonzepte für heute und morgen”. Unter dem Themenkomplex “Algorithmus und Rhythmus” versteckte sich ein Panel mit Leuten von last.fm, Magix, Einslive und Barcelona Music & Audio Technologie. Besonders interessant fand ich die Präsentation von Anthony, seines Zeichens Gründer der amerikanischen Plattform Hype Machine, wo durch Blogmonitoring die aktuellen Musiktrends präsentiert und aufbereitet wird. Heißer Scheiß, frisch auf den Tisch, und zwar nicht vorgekaut durch irgendwelche Medien sondern direkt aus den Blogs. Denn Trends werden mittlerweile immer mehr über Blogs manifestiert.

Aktuell ist Hype Machine leider nur für den amerikanischen Markt konzipiert, wie mir Anthony eben noch erzählte. Zwar gebe es sehr wohl bereits deutsche Blogs im Verzeichnis, aber der Einfluss ist natürlich irgendwie schwindend gering. Amerikaner befinden sich ja gern innerhalb ihrer “Blase”, in der sich alles abspielt, abgeschirmt von der Außenwelt… Das Konzept der Plattform ist meiner Meinung nach ziemlich clever gemacht, und vor allem in Amerika dank der großen Blogosphäre entsprechend repräsentativ. Ich werde das mal im Auge behalten.

Haldern 2007 - aufi!

Donnerstag, 02. August 2007

Heute Nachmittag geht es also los nach Haldern. Es verspricht wieder mal ein Wochenende mit Geheimtipps und großartigen Konzerten zu sein. Wie geplant werde ich hier live bloggen, vermutlich ab Freitag Mittag wird es hier in loser Reihenfolge Konzertberichte und Fotos geben. Für ein zusammenhängenderes Gesamtbild empfehle ich auch das offizielle Haldern-Blog und im Bestfall auch Lukas’ Berichte.

Ich freue mich auf ein wunderbares Wochenende im Lindendorf, der Wetterbericht sieht ja gerade ganz gut aus. Zumindest so wie die letzten beiden Jahre werden die Zuschauer wohl nur selten aussehen…

Tütenmonster

Geschmackstest: Die neuen Goldbären

Donnerstag, 02. August 2007

Hier habe ich ja schon über die neue Sorte “Apfel” der Haribo Goldbärchen geschrieben, und gestern habe ich dann in der Stadt auch eine Tüte ergattern können (zufälligerweise waren sie gerade im Angebot…). Bevor ich aber meine ultimative Meinung über die neue Geschmacksrichtung kundtun werde, hier noch eine Meinung zum verbesserten Geschmack der anderen Sorten.

  • Ananas (weiß) ist pappsüß, aber hat schon Ähnlichkeiten mit der Originalfrucht.
  • Zitrone (gelb) schmeckt deutlich nach fruchticher Zidrone (Aussprache: vgl. Ferrero Garden-Werbung bzw. jeder beliebige Franke)
  • Orange (orange) schmeckt leicht bitter, aber nichtzu sehr.
  • Erdbeere (hellrot) erinnert eher wenig an das Frucht-Original, schmeckt irgendwie nur süß.
  • Himbeere (dunkelrot) hat einen leichten Himbeer-Wackelpudding-Anklang.

So, und nun zum eigentlichen Objekt des Tests:

Goldbär

Sonst hatten die grünen Bärchen meines Wissens die Geschmacksrichtung Waldmeister. Nun sind sie im Ganzen etwas grüner geworden und sollen vermutlich optisch und geschmacklich an Granny Smith-Äpfel erinnern (das beweist auch ein Blick auf die Tüte). Tatsächlich erinnert der Geschmack an Äpfel, aber eher an den Geschmack von Apfel-Aroma (und das, obwohl offiziell Apfelsaft darin ist). Da ich die grüne Sorte früher sowieso nicht so lecker fand, ist die neue Variante eine willkommene Abwechslung.

Fazit: Die neue Sorte kann was, das Geschmacksupdate der anderen Sorten ist auch gelungen. Insgesamt aber reißen mich die neuen Goldbären nicht vom Hocker.

Tour de France, ich werd dich vermissen…

Mittwoch, 18. Juli 2007

An sich bin ich ja keine Nachrichtenfee, aber eben gerade habe ich das bei DWDL gelesen:

Überraschend schnelle Entscheidung: ARD und ZDF stoppen mit sofortiger Wirkung die Übertragungen der Tour de France. Der letzte Dopingfall bei T-Mobile-Profi Sinkewitz war offenbar einer zuviel. Um 14 Uhr wird die ARD eine Sondersendung zum Thema Doping senden, danach läuft das normale Programm.

Schade, ich werde die qualifizierten Beiträge über Landschaft und besondere Bauwerke vermissen. Und mich dann wohl ab sofort mit Eurosport und ständigen Werbeblöcken abmühen müssen.

Ein Weg aus der temporären Stromlosigkeit

Sonntag, 24. Juni 2007

Festivals sind ja doch zumeist ne feine Sache. Nette Leute, gute Musik und im Optimalfall gutes Wetter. Auf dem Zeltplatz ein einfaches Leben: Campingkocher und kalte Duschen müssen reichen. Den einzige deutliche Nachteil dabei stellt die Stromlosigkeit dar. Denn je nach Größe des Festivals braucht man schon mal sein Mobiltelefon, um sich mit Freunden zu verständigen. Oder einen MP3-Player, um sich die Zeit zu vertreiben. Und die versagen ohne gelegentlichen Steckdosenkontakt gern mal den Dienst.

iPod laden mit dem Freeloader

Dank Robert bin ich vor einiger Zeit in den Genuss gekommen, eine Lösung für diese Misere zu testen: Ein Solarladegerät. Freeloader nennt es sich, kommt daher als kompaktes, schlankes Kästchen, das sich mit wenigen Handgriffen einfach zusammenbauen und benutzen lässt. Grundidee: Zwei kleine Solarpanels laden einen integrierten Akku, mit dessen Hilfe man dann Geräte wie Handys, Digitalkameras und diverses andere aufladen kann. Und sollte der Wetterbericht dann doch mal schlechtes Wetter ankündigen, kann man den Akku vorsorglich auch per USB laden und ihn als mobile Steckdose nutzen.

Im Alltagsgebrauch ist das Ding durchaus praktisch, zu Testzwecken habe ich ihn vorzugsweise auf dem Balkon aufgeladen. Werde den Freeloader während der Festivalwochenenden aber sicher auch mal auf dem Zeltplatz austesten (bzw. bei Ankündigung von Regen den Akku schon vorher füllen), damit mir zwischen den Konzerten auch ja nicht die Musik oder die Erreichbarkeit ausgeht.

Dank umfangreichen Adapterset kann ich praktischerweise auch meine Freunde teilhaben lassen. Und mit knapp 50 Euro ist man hier auch vergleichsweise günstig dabei. Und in Zeiten von Klimawandel und Stromspardiskussionen vielleicht sogar eine Option, die Steckdose mal gepflegt außen vor zu lassen.

Freeloader im Gras